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Witziges

 Bayrisches Gesetz ├╝ber die Naturgesetze

  

  

 Vorl├Ąufiger Entwurf nebst Durchf├╝hrungsverordnungen des Staatsministeriums f├╝r

 Unterricht und Kultus

  

  

  

 Pr├Ą├Ąmbel

  

 Ausgehend von der dem Staatsministerium f├╝r Unterricht und Kultus von Gott, dem

 Sch├Âpfer, ├╝bertragenen Gewalt, alles zu regeln, sieht sich das Staatsministerium f├╝r

 Unterricht und Kultus veranla├čt, im Laufe der Entwicklung strittig gewordene Fragen

 aus dem Kulturbereich wie folgt zu ordnen:

  

  

 Artikel 1

 Die Erde

 Die Erde ist eine Scheibe und schwimmt auf dem Weltmeer, in deren Mitte befindet sich

 der Freistaat Bayern. N├Ąheres regelt eine Verordnung des Staatsministeriums f├╝r

 Unterricht und Kultus.

  

  

  

 Artikel 2

 Die Sonne

 ├ťber der Erde w├Âlbt sich eine wei├č-blaue Halbkugel dergestalt, da├č auf ihr die Sonne

 entlangl├Ąuft.

  

  

  

 Artikel 3

 Mond und Sterne

 Nachts befindet sich vor dem Himmelsgew├Âlbe ein dunkler Vorhang mit gr├Â├čeren und

 kleineren L├Âchern, genannt Mond und Sterne.

  

  

 Artikel 4

 Ma├če und Gewichte

 Wie jedermann leicht feststellen kann, betr├Ągt der Duchmesser der Sonne 25,41cm, der

 Mond mi├čt 14,31cm, w├Ąhrend der gr├Â├čte Stern hingegen nur 3mm ausmacht.

 Abweichungen bestimmt das Staatsministerium f├╝r Unterricht und Kultus aufgrund

 der Fachaufsicht.

  

  

  

 Artikel 5

  

 Wer eine gegen Artikel 2 bis 4 abweichende Meinung in Wort, Bild und Schrift ├Ąu├čert

 oder auf Tontr├Ąger aufbewahrt, anderen zug├Ąnglich macht oder den Versuch dazu

 unternimmt, wird mit dem auf drei Jahre begrenzten Tod auf dem Scheiterhaufen

 bestraft. N├Ąheres regelt der Staatsvertrag der L├Ąnder ├╝ber die Aufrechterhaltung der

 Ordnung im Bereich der Naturgesetze (StVLAOBeNatGes), der Bestandteil dieses

 Gesetzes ist.

  

  

  

  

  

 Merkblatt des Fremdverkehrsamtes Bayern

 f├╝r preu├čische Gastarbeiter und deren

 Familien

  

  

  

 Preu├če ist jeder, der aus den bayrischen Kolonien Nordrhein-Westfalen, Schleswig-

 Holstein, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bremen, Hamburg und Berlin

 stammt, bzw. Dort geboren ist. Menschen die weiter ├Âstlich geboren sind, werden

 in Bayern als Ausl├Ąndische Gastarbeiter betrachtet und geh├Âren nicht zur Gattung

 Preu├čen.

  

  

  

 Preu├čen sind in Bayern nur geduldet. Ihre Aufenthaltserlaubnis wird nach den

 Verfahrensbestimmungen f├╝r Kongoneger bearbeitet. Das hei├čt im Klartext, da├č sie

 erstmal einen Sprach- und Schreibtest der bayrischen Sprache bestehen m├╝ssen.

  

  

 Jeder Preu├če hat sich an der bayrischen Grenze einer Gesichtskontrolle, Seuchen- und

 Menschen├Ąhnlichkeitskontrolle zu unterziehen. Dabei ist besonderes Augenmerk auf

 etwaige ├ähnlichkeit mit Wolperdingern, Affen und Wildschweinen zu richten, wobei

 auch die Sauberkeit zu ├╝berpr├╝fen ist. In Zweifelsf├Ąllen ├╝ber Abstammung stehen

 ausgebildete Diplom-Zoologen zur Verf├╝gung. Kann der Zoologe sein Gutachten nicht

 sofort abgeben, so ist der Preu├če bis zur Entscheidung in den Tierpark Hellabrunn

 (im M├╝nchen), Abteilung Raubtiere (besonders gef├Ąhrlich), einzuweisen. Der Transport

 dorthin hat in geschlossenen G├╝terwagen unter Aufsicht eines bewaffneten Begleit-

 kommandos zu erfolgen.

  

  

  

 Jeder Preu├če ist deutlich als solcher zu kennzeichnen, damit sich ein Bayer jederzeit

 rechtzeitig vor ihm in Sicherheit bringen kann.

  

  

 Den Preu├čen sind eigene Wohngebiete zuzuweisen, die t├Ąglich mindestens einmal auf

 Sauberkeit zu ├╝berpr├╝fen sind. Bayern ist der Zutritt wegen Seuchengefahr untersagt.

 Warnschilder sind in geb├╝hrendem Abstand anzubringen. Nach Einbruch der Dunkel-

 heit haben sich die Preu├čen nur in den ihnen zugewiesenen Aufenthaltsgebieten zu

 bewegen, um die Tierfanggruppe des Tierpark Hellabrunn nicht unn├Âtig zu alarmieren.

  

  

 Jeder Preu├če hat in ├Âffentlichen Verkehrsmitteln aufzustehen und unter Beachtung der

 entsprechenden H├Âflichkeitsbestimmungen einem Bayern den Platz anzubieten.

  

  

 Gastst├Ątten f├╝r Preu├čen sind als solche zu kennzeichnen, da das darinnen herschende

 Gebr├╝ll und der Gestank einem Bayern nicht zuzumuten ist.

  

  

 Jeder Preu├če ist nach seinem Eintreffen in Bayern ├╝ber aufrechten Gang, elektrisches

 Licht und Gebrauch von Messer und Gabel zu belehren. Dies hat er durch drei Kreuze

 zu best├Ątigen, da er Analphabet ist. Weiterhin ist er dahingehend zu belehren, da├č es in

 Bayern verboten ist, auf den Boden zu spucken, in der Kirche zu rauchen, nackt herum-

 zulaufen und beim Essen zu schmatzen und zu r├╝lpsen.

  

  

 Der Preu├če hat sich einem Bayern erf├╝rchtig zu n├Ąhern und auf den Knien zu warten,

 bis er angesprochen wird. Auf Verlangen hat er dem Bayern die Stiefel zu lecken.

  

  

 Jeden dritten Tag hat der Preu├če Frondienst zu leisten. Dabei ist er als Zug- oder

 Tragtier zu verwenden, da dies seiner Gel├Ąndeg├Ąngigkeit am besten gerecht wird.

  

  

 Entfernt sich ein Preu├če unerlaubt aus seinem Wohngebiet oder von seiner Arbeitsstelle,

 so ist er dem Abschu├č freizugeben und w├Ąhrend einer Treibjagd mit Blattschu├č zu

 erlegen.

  

  

  

 J├Ąhrlich einmal ist eine Tierfangexpedition auszuf├╝hren, mit dem Auftrag, die wieder

 r├╝ckf├Ąllig gewordenen Preu├čen aus den Urw├Ąldern n├Ârdlich des Mains hervorzulocken.

 Besonders dazu geeignet sind erfahrungsgem├Ą├č Kokosn├╝sse und Bananen.

  

  

 Nach ├╝berschreiten der bayrischen Grenze sind die Preu├čen in Rudeln zu je 10 St├╝ck

 einzuteilen. Der menschen├Ąhnlichste ist als Leithammel einzusetzen. Er haftet f├╝r sein

 Rudel.

  

  

  

 Der Preu├če ist als Halbmensch einzustufen. Bei guter F├╝hrung wird ihm Gelegenheit

 gegeben, sich zu einem Dreiviertelmenschen emporzuarbeiten.

  

  

 Als Angeh├Âriger der bayrischen Kolonien gelten f├╝r den Preu├čen Sondergesetze. Im

 Normalfall ist er bei Vergehen mit Arbeitslager (auf Baumwollfeldern oder ├Ąhnlichem)

 zu bestrafen, damit er wenigstens einmal im seinem Leben arbeitet.

  

  

 Jeder Bayer ist Vorgesetzter des Preu├čen und hat damit dann nat├╝rlich auch immer

 Recht.

  

  

  

 T├Ąglich einmal ist der Preu├če mit einem Ochsenfiesel zu z├╝chtigen, damit er seine

 Klappe halbwegs geschlossen h├Ąlt und weder vorlaut ist, noch nachmault.

  

  

 Beschwerden gegen o.a. Vorschriften und Verhaltensma├čregeln werden hiermit

 kategorisch abgelehnt.

  

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